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Bennohaus   arrow

Das Bennohaus

Lage / Erreichbarkeit:

Adresse: Markt 9, 01662 Meißen – Zur Kartenansicht bei Google Maps

Zur Geschichte:

Das Bennohaus befindet sich am Meißner Marktplatz und bietet eine Geschichte, die auf Bischof Benno und eine dunkle Sage zurückgeht. Mit dem über 900 Jahre alten Grundriss konnte das Bennohaus ein Zeuge der einzigartigen und wechselvollen Geschichte der Stadt Meißen werden.

Noch lange vor dem Bau des heutigen Bennohauses ließ der Bischof hier ein Gebäude errichten, um seinem Volk nah zu sein. Seinen Platz als Bischof von Meißen nahm er zwischen 1066 und 1106 ein. Im Jahr 1075 wurde jedoch der Bischof vom deutschen König Heinrich IV. gefangen. Besonderheit des alten Hauses war der Brunnenkeller. Durch ihn zog sich beispielsweise die Röhrfahrt des Waltersbrunnen. Der komplette Brunnenkeller wurde 2007 erneuert und kann besichtigt werden.

Der Bau des eigentlichen Bennohauses, wie es noch heute in Meißen zu sehen ist, begann um 1470/80 an der gleichen Stelle. Das Gebäude wird vom Stil des sächsischen Landbaumeisters und Schöpfers der Albrechtsburg Arnold von Westfalen getragen und bietet ein spätgotisches Zellengewölbe im Inneren. In der Einganghalle sind Reste von Wandmalereien zu finden, die ebenfalls aus dieser Zeit stammen. In dieser Zeit gehörte das Gebäude noch dem Rat der Stadt Meißen und geistliche Herren besaßen Schuldverschreibungen darauf.

Ein nachfolgender Besitzer des Hauses war zwischen 1543 und 1549 der Tuchmacher und Stadtrichter Georg Waldklinger, der ebenso den Platz des Bürgermeisters in Meißen einnahm. Das Erbe ging nach seinem Tod an den Schwiegersohn Mathias Meyner. Dieser ließ im Jahr 1570 große Umbaumaßnahmen am Haus vornehmen. Somit entstanden das Renaissance-Sitznischenportal am Markt und eine profilierte Holzdecke mit Bemalung im großen Saal.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) hinterließ auch hier seine Spuren. Das Bennohaus wurde verwüstet und um 1640 durch Bürgermeister Schuhmann wieder hergerichtet. Danach ging das Haus an die Familie Kober über, welche den Schlussstein mit ihrem Familienwappen versehen konnten. Als weitere private Besitzer des Hauses können Bürgermeister Karl Hugo Tzschucke, Vertreter der bürgerlichen Revolution, und der Seifensiedemeister Hermann Hubricht und dessen Töchter genannt werden.

In den 1970er Jahren gab es umfangreiche Baumaßnahmen, welche den Erhalt des Eingangsportals unterstützt haben. Ebenso die historischen Raumstrukturen, geprägt von Gotik und Renaissance konnten so selbst Hunderte von Jahren später erhalten bleiben. Dank der Modernisierung befindet sich heute ein Winzerkeller-Restaurant im Bennohaus zu Meißen.

Hinweis: Trotz sorgfältiger Recherche und regelmäßiger Überprüfung kann es zu Irrtümern kommen. Für die Aktualität und Korrektheit der hier gemachten Angaben, insbesondere für Termine und Preise übernehmen wir keine Gewähr. Bitte nehmen Sie im Zweifel Kontakt mit dem Veranstalter auf und vergewissern Sie sich ob Preise, Öffnungszeiten und Veranstaltungsorte usw. noch Ihre Gültigkeit haben.